| Begriff |
Team Foundation Server |
| Abkürzung |
TFS |
| Synonyme/Aliase |
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Erläuterung des Begriffs
Team Foundation Server
Der Team Foundation Server ist der Server des Visual Studio Team System (VSTS).
VSTS ist im Gegensatz zu bisherigen Visual Studio-Produkten auch eine Client-Server-Lösung, d. h., es gibt jetzt auch ein Server-Produkt zu Visual Studio, den sogenannten Team Foundation Server (TFS), auf dem zentral Projektdaten für ein Team gespeichert und verwaltet werden.
TFS bietet insbesondere folgende Funktionen:
- Projektmanagement
- Zentrale Dokumentenverwaltung
- Zentrale Aufgabenverwaltung und Fehlerverfolgung (Work Item Tracking/Bugtracking)
- Berichte
- Quellcodeverwaltungs-Repository mit Verbindung zur Aufgaben- und Fehlerverwaltung (Team Foundation Version Control (TFVC))
- Serverseitiges Übersetzen und Testen (Build Server /Build Management / Continuous Integration)
Team Foundation Version Control (TFVC) ist das im Team Foundation Server integrierte Versionsverwaltungssys-tem. TFVC ist nicht zu verwechseln mit Microsoft Visual SourceSafe (VSS). TFVC ist ein komplett neues System, das viele Schwächen von VSS überwindet. Ab Visual Studio 2005 unterstützt die Entwicklungsumgebung wahlweise TFVC oder VSS.
Clients für den TFS sind neben dem Team Explorer innerhalb von Visual Studio auch Microsoft Project, Microsoft Excel und die SharePoint-Services sowie eine eigene Website (TFS Web Access). Als Basis benötigt TFS einen Microsoft SQL Server und die SQL Reporting Services. Der TFS ist offen für die Integration von Drittanbieterwerkzeugen.
Für die Lizenzierung des TFS benötigt man neben der Serverlizenz auch Client-Zugangslizenzen, die in den Team-Varianten von Visual Studio bereits enthalten sind, sonst aber zusätzlich erworben werden müssen. Der Preis ist stark abhängig von der individuellen Vertragssituation mit Microsoft.
Versionen:
TFS 2005
TFS 2008
TFS 2010
Hintergrund:
Mit seinem fehleranfälligen und wartungsintensiven Quellcodeverwaltungsystem „Visual Source Safe“ (VSS) konnte Microsoft gerade in größeren Teams nicht landen. Das auf File-Sharing basierende VSS wurde dann auch bei Version 2005 beerdigt. Seitdem gibt es den Team Foundation Server (TFS), der nicht nur Quellcodeverwaltung, sondern auch Aufgaben- und Dokumentenmanagement, Continous Integration sowie zentrale Berichtserstellung anbietet. TFS bietet im Zusammenspiel mit Visual Studio eine hohe Integration der Prozesse: So kann ein Projektleiter festlegen, das neuer Quellcode erst dann der Quellcodeverwaltung übergeben werden darf, wenn er einer Aufgabe zugeordnet wurde und eine Reihe von automatischen Tests bestanden hat. In TFS 2010 kann man solche Prüfungen auch serverseitig machen, wobei der Quellcode solange nicht endgültige Quellcodeverwaltung übergeben werden, bis die Tests bestanden sind. Die Aufgabenverwaltung, die beliebig angepasst werden kann (z.B. auch für Bugtracking), bietet in 2010 auch Hierarchien zwischen Aufgaben, die bisher von vielen Projektleitern vermisst werden. Bedienen kann man TFS nicht nur über Visual Studio, sondern auch über Microsoft Excel, Microsoft Project und ein Webportal. Zum Beispiel kann man Aufgabenlisten in Excel pflegen und Zeitplanung in Project hinzufügen.
Querverweise zu anderen Begriffen im Lexikon
Team Foundation Version Control Visual Studio Team System Microsoft SQL Server Entwicklungsumgebung Visual SourceSafe SharePoint SQL Server Dokumente Prozesse
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