Erklärung des Begriffs: Windows Workflow Foundation (WF)
Was ist Windows Workflow Foundation (WF)?

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Begriff Windows Workflow Foundation
Abkürzung WF
Synonyme/Aliase

Erläuterung des Begriffs Windows Workflow Foundation

Windows Workflow Foundation (WF, früher auch WWF und WinWF) ist eine Klassenbibliothek zur Erstellung von interagierenden, computergestützten Arbeitsabläufen. WF die Teil von .NET Framework 3.0 (ehemals WinFX).

Namensgebung



Frührere Namen:
Windows Workflow Engine (WWE)
Windows Workflow Service (WWS)
Windows Orchestration Engine (WinOE)

Geschichte


Erste öffentliche Ankündigung und Alpha-Version: 13.9.2005 (PDC 2005 in LA)
Erschienen: 6.11.2006 zusammen mit .NET Framework 3.0
Leicht erweiterte Version zusammen mit .NET Framework 3.5
Überarbeitete Version geplant mit .NET 4.0

Beschreibung


Die Windows Workflow Foundation (WF ) ist eine Infrastruktur für computergestützte Arbeitsabläufe, die Entwickler durch die Bereitstellung einer Laufzeitumgebung und einer Klassenbibliothek in die Lage versetzt, Workflow-Anwendungen schneller als bisher zu entwickeln.

Mit WF hält die visuelle Anwendungsentwicklung hält Einzug in .NET. WF stellt die Basisinfrastruktur zur Erstellung von Workflows, bestehend aus Aktivitäten und Zuständen, bereit. Bereits auf die Redmonder .NET-Erstankündigungen des Jahres 2000 geht der Begriff »Orchestrierung von Anwendungen« zurück. Außer im Microsoft Biztalk Server gab es bisher jedoch keine Umsetzung des Konzeptes der visuellen Entwicklung von Anwendungen in .NET.

WF ist weder ein Server noch eine Endbenutzeranwendung, sondern nur eine Klassenbibliothek mit Laufzeitumgebung zur Erstellung selbiger. WF unterstützt sowohl Flussdiagramme als auch Zustandsdiagramme, die grafisch innerhalb von Visual Studio 2005 modellierbar sind. Die Definition der Workflows erfolgt wahlweise in XML-Form und/oder per .NET-Programmcode.

Der Entwickler kann die Workflows in .NET-Code oder in XAML (Dateiextension .xoml) ausdrücken. Elemente eines WF-Workflow sind Aktivitäten oder Zustände, wobei alle Elemente in Form von .NET-Klassen implementiert sind. Microsoft liefert zahlreiche vordefinierte generische WF-Aktivitäten. Entwickler von Workflow-Anwendungen können beliebig eigene Aktivitäten in Form von .NET-Klassen ergänzen.

Die WF-Laufzeitumgebung stellt diverse Basisdienste wie Persistenz, Ablaufverfolgung, Parallelisierung, Transaktionen und Kommunikationsdienste bereit. WF-Workflows können Webservices aufrufen oder selbst als Webservice bereitgestellt werden. Der eingebaute Persistenzmechanismus gestattet langlebige Workflows, wobei Microsoft als vorgefertigte Persistenzlösung nur die Ablage in einem Microsoft SQL Server anbietet. Da sich alle Basisdienste austauschen lassen, sind jedoch andere Datenspeicher möglich.
Microsoft benutzt WF inzwischen selbst als Basis für die Workflow-Funktionen in Microsoft Office SharePoint 2007 nutzen. Zukünftig sollen auch Microsoft BizTalk Server und andere Produkte (z.B. Microsoft Dynamics (früher: Business Solutions), Microsoft Speech Server) WF für die Modellierung von Arbeitsabläufen verwenden.

.NET-Namensraum


System.Worfklow

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     (.NET 3.0 Crashkurs, 2007)
  • Querverweise zu anderen Begriffen im Lexikon

    Windows Workflow Engine
    Microsoft SQL Server
    .NET Framework 3.5
    .NET Framework 3.0
    Microsoft Office
    Biztalk Server
    Modellierung
    Transaktion
    SQL Server
    SharePoint
    Webservice