Erklärung des Begriffs: Microsoft Silverlight (SL)
Was ist Microsoft Silverlight (SL)?

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Begriff Microsoft Silverlight
Abkürzung SL
Synonyme/Aliase

Erläuterung des Begriffs Microsoft Silverlight

Silverlight ist der Name für ein Webbrowser-Plug-In, das reichhaltige Webanwendungen im Stil von Macromedia Flash ermöglicht. Früher Name war WPF/E (Windows Presentation Foundation Everywhere).
Die erste Version, die am 4.9.2007 erschienen ist, bot zunächst eine XML-basierte und an die Windows Presentation Foundation (WPF) angelehnte Oberflächenbeschreibungssprache ("XAML") sowie die Programmierbarkeit mit JavaScript. Die zweite Version ist jedoch ein Mini-.NET Framework, das zahlreiche .NET-Bibliotheken (z.B. Netzwerkprogrammierung mit System.Net, Webservices mit WCF/System.ServiceModel, Abfragen mit LINQ, XML-Verarbeitung mit System.Xml) unterstützt und die Programmierbarkeit mit C#, Visual Basic, Managed JScript, IronRuby und IronPython bietet. Microsoft spricht daher von Silverlight auch als einem "Cross-Plattform .NET".

Microsoft bietet Silverlight für die Betriebsysteme Windows Vista, XP, 2003, 2000 und 2008 sowie Apple OS X Tiger und Leopard an. Als Browser werden dabei unterstützt Internet Explorer (ab 6.0), Firefox (ab 1.5) und Safari (ab 2.0). Im Rahmen von Mono gibt esmit "Moonlight" auch eine Unterstützung für Unix/Linux , die Microsoft sogar ausdrücklich fördert [MIC01].

[MIC01] Miguel de Icaza: Microsoft/Novell Collaboration on Silverlight.
Http://tirania.org/blog/archive/2007/Sep-05.html

Versionen:
1.0: Erschienen 4.9.2007 (Version 1.0.20816)
2.0: Erschienen am 14.10.2008 (Version 2.0.31005.0)
3.0: Erschienen am 10.7.2009

Eigenschaften:
- Läuft im Webbrowser als Plug-In
- Plattformunabhängig (derzeit Windows und Mac ab 10.4.8)
- Browserunabängig (Internet Explorer, Firefox, Opera, Safari)
- Basiert auf einer reduzierten Version der .NET Framework Common Language Runtime (CLR)
- Darstellung mit XAML (Teilmenge von XAML für WPF), tlw. aber auch mehr Features als WPF (z.B. Deep Zoom, in WPF erst ab Version 4.0)
- Interaktion mit dem Browserfenster (durch JavaScript, DOM/DHTML/AJAX)
- Programmierung mit C#, Visual Basic .NET, Python und Ruby (ab Version 2.0)
- Einschließlich Funktionen von .NET 3.5 wie LINQ to Objects und Linq to XML (ab Version 2.0)
- Audio/Video/Video HD-Unterstützung (WMA, MP3, WMV, SMPTE VC-1, u.a.)
- AAC und H.264 ab Version 3.0; bisher nicht MPEG4 und Flash Video
- Digital Rights Management erst in Zukunft
- Unterstützung für Video Streaming
- Setzt nicht Windows Media Player voraus
- Microsoft bietet für kleinere Videos kostenfreies Hosting über Windows Live an (mit Werbung): http://streaming.live.com/
- Größe der Laufzeitumgebung: ca. 2 MB (Silverlight 1.0) bzw. 4.6 MB (2.0) bzw. 4.7 MB (3.0)
- Kostenfrei
- Werkzeuge: Microsoft Expression Blend (ab Version 1.1) und Visual Studio (ab Version 2008)
- Ergänzende Bibliotheken: Silverlight Controls for ASP.NET

Hintergrund



Technisch gesehen ist Silverlight einerseits ein Ableger der Windows Presentation Foundation (WPF) und – seit Version 2.0 – auch eine Mini-Version des Microsoft .NET Frameworks. 4,69 MB ist das Browser-Plug-In groß, Microsoft bietet es für Internet Explorer, Firefox und Safari auf Windows und Mac (mit Intel-Prozessor) an [http://silverlight.net/getstarted/silverlight3/default.aspx]. Um eine Linux-Version bemüht sich Novell mit offizieller Unterstützung durch Microsoft. Allerdings ist "Moonlight" in Version 2.0 erst als frühe Vorabversion verfügbar, während Microsoft am 10.7.2009 schon Version 3.0 von Silverlight veröffentlicht hat, nachdem Mitte Oktober 2008 Version 2.0 erschienen ist. Allein schon an der relativ kurzen Versionsabfolge erkennt man, dass Silverlight ein wichtiges Produkt für Microsoft ist.

Silverlight liegt im Trend der Rich Internet Applications (RIA), Browseranwendungen die so aussehen und so zu bedienen sind, wie Desktop-Anwendungen. Verglichen mit den AJAX bietet Silverlight den Vorteil, dass man sich als Entwickler nicht die ganze Zeit mit Krücken über das hinweghelfen muss, was in HTML und HTTP eigentlich nicht so gedacht war. In die gleiche Produktkategorie wie Silverlight muss man auch Macromedia Flash/Flex und JavaFX sowie auch die ältere Technologien Java Applets und ActiveX einordnen. Gegenüber dem ärgsten Konkurrent Flash kann Microsoft vor allem der Durchgängigkeit der Plattform punkten. Flash hingegen hat die größeren Zahl bei den verfügbaren Entwicklern, den Ressourcen im Internet und – entscheidend – den Installationszahlen des Plug-Ins. Laut den Angaben von Hersteller Adobe befindet sich das Flash Player-Plugin auf 99% der " Internet-enabled desktops in mature markets" [http://www.adobe.com/products/player_census/flashplayer/]. Silverlight bringt es laut riastats.com aktuell auf rund 32%, wenn man Version 2.0 und 3.0 zusammenzählt. TODO: Was sagt Microsoft (angefragt).

Querverweise zu anderen Begriffen im Lexikon


siehe http://www.microsoft.com/silverlight

Windows Presentation Foundation Everywhere
Windows Presentation Foundation
Microsoft Expression Blend
Rich Internet Application
Common Language Runtime
Microsoft Expression
Visual Basic .NET
Internet Explorer
Managed JScript
Windows Vista
Windows Live
System.Net
IronPython
System.Xml
Webservice
JavaScript
Moonlight
Ressource
.NET 3.5
Netzwerk
live.com
IronRuby
JScript
ActiveX
Stream
Tiger
Mono
Java

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