Was ist Präprozessor-Direktive ?

Präprozessor-Direktiven sind Anweisungen, die vor der eigentlichen Übersetzung (Kompilierung) eines Programms ausgewertet werden. Sie beeinflussen, welcher Code kompiliert wird, wie Quelltext interpretiert wird und unter welchen Bedingungen bestimmte Codeteile aktiv sind. Der konkrete Funktionsumfang unterscheidet sich deutlich zwischen C/C++ und C#.

Grundprinzip von Präprozessor-Direktiven

Präprozessor-Direktiven werden nicht vom Compiler selbst, sondern von einer vorgelagerten Verarbeitungsstufe ausgewertet. Sie sind in der Regel:
  • zeilenbasiert
  • an spezielle Schlüsselwörter gebunden
  • nicht Teil der eigentlichen Programmlogik
  • nicht zur Laufzeit wirksam, sondern ausschließlich zur Compile-Zeit
Ziel ist die steuerbare Codegenerierung abhängig von Plattform, Konfiguration oder Build-Variante

Beispiel für Direktiven in C/C++

#include <stdio.h>
#include "myheader.h
#define PI 3.14159
#define SQUARE(x) ((x) * (x))
#ifdef DEBUG
printf("Debug-Modus\n");
#endif

Beispiel für Direktiven in C#

#define DEBUG
#undef TRACE
#if DEBUG
Console.WriteLine("Debug-Modus");
#endif
#region Initialisierung
// Code
#endregion
#pragma warning disable CS0168

Querverweise zu anderen Begriffen im Lexikon

Direktive
Compiler
Access Control Entry (ACE)

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