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Begriff Windows Subsystem for Linux
Abkürzung WSL
Eintrag zuletzt aktualisiert am 08.05.2019

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Was ist Windows Subsystem for Linux?

Windows Subsystem for Linux (WSL) gibt es in Windows 10 (ab Anniversary Update / Build 1607) (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Hands-on-Das-neue-Linux-Subsystem-in-Windows-10-3163994.html) und im Windows Server ab Version 1709.

https://blogs.windows.com/buildingapps/2017/08/08/windows-subsystem-linux-windows-server/#Y746rKWHyWtxlJTP.97
https://docs.microsoft.com/en-us/windows/wsl/install-on-server

Das WSL kann ELF-Linux-Binaries wie die Unix-Shell Bash nativ unter Windows ausführen.

V1
Windows Subsystem for Linux (WSL) gibt es in Windows 10 (ab Anniversary Update / Build 1607) [https://www.heise.de/newsticker/meldung/Hands-on-Das-neue-Linux-Subsystem-in-Windows-10-3163994.html] und im Windows Server ab Version 1709. Der bisherige Ansatz, die Linux-Systemaufrufe in das Windows API in einer "Translation Layer" im User zu übersetzen (siehe "Auf der Fensterbank - Die Arbeitsweise des Windows Subsystem for Linux" [https://www.heise.de/select/ix/2018/5/1524885272173516]), sorgte aber für Einschränkungen im Bereich der Kompatibilität und eine schlechte

V2 (BUILD Konferenz 2019, 6.5.2019)
Anstelle einer API-Emulation wird Microsoft in der zweiten Version seines Windows Subsystem for Linux (WSL 2) einen echten Linux-Kernel integrieren, was die Nutzung von Linux-Treibern und den direkten Betrieb von Linux-Docker-Containern in Windows ermöglicht.

In der zweiten Version Windows Subsystem for Linux (abgekürzt: WSL 2) wird Microsoft nun einen echten Linux-Kernel ausliefern. Derzeit verwendet Microsoft den Linux-Kernel 4.19 mit Long Term Support (LTS) [https://www.kernel.org/]. Die verwendete Kernel-Version wird Microsoft zukünftig zusammen mit Windows Updates aktualisieren.

Der Linux-Kernel in WSL 2 läuft auf einer speziellen virtuellen Maschine (VM), die von Windows automatisch verwendet wird. Trotz VM ist die Leistung von WSL 2 schneller als bei dem bisherigen Ansatz ohne VM, insbesondere bei Dateisystemoperationen. Microsoft hat dazu den Linux Kernel angepasst. Microsofft will den modifizierten Linux Kernel als Open Source bereitstellen.

Auf Basis des Kernels können Windows-Benutzer dann aus dem Windows Store Linux-Distributionen installieren [https://aka.ms/wslstore], z.B. Ubuntu, openSUSE, Debian und Kali sowie Alpine. Weitere Distributionen können Entwickler mit dem WSL-DistroLauncher [https://github.com/Microsoft/WSL-DistroLauncher] in den Microsoft Store bringen [https://www.heise.de/newsticker/meldung/WSL-DistroLauncher-Linux-Schmusehilfe-fuer-Windows-4006641.html].

Der Vorteil der neuen WSL 2-Architektur gegenüber dem bisherigen WSL ist, dass nun voll Systemaufrufkompabilität existiert und native Linux-Treiber eingebunden werden können. Linux-basierte Docker-Container können direkt in WSL 2 zur Ausführung kommen. Für bisher in Windows ausgeführte Linux-Container muss im Hintergrund eine virtuelle Maschine laufen.

Bereits in der Windows 10 Version 1903 können Benutzer Dateien von Linux-WSL-Installationen auch von Windows-Programmen aus lesen und bearbeiten [https://www.heise.de/newsticker/meldung/Windows-10-Leichterer-Zugriff-auf-Dateien-im-Linux-Subsystem-geplant-4312601.html]. Diese Funktion basiert aber noch auf WSL 1 und dem Protokoll 9P [http://man.cat-v.org/plan_9/5/intro]. 9P kommt auch in WSL 2 zum Einsatz, siehe Abbildung 8. WSL 2 soll alle Integrationsfunktionen von WSL 1 (z.B. Umgebungsvariablen mit $WSLENV, Hintergrundprozesse) unterstützen.

WSL 2 soll ab Mitte Juni 2019 in einer Vorschauversion im Windows Insider-Programm im Fast Ring [http://aka.ms/WIPForDev] verfügbar werden.

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